Präsentation des Geschichtsvereins 

Am Samstag, dem 11. Juni 2022 fand das traditionelle Sommerkonzert des Symphonischen Orchesters der Musikschule Niederzier statt. Es stand diesmal unter dem Motto „50 Jahre Gemeinde Niederzier“ und „1150 Jahre Niederzier“. Viele Musikliebhaber hatten sich am frühen Abend auf dem Burghof in Niederzier eingefunden und waren vom dargebotenen Programm begeistert, das die Orchesterleiterin Evi Gaul in bewährter Manier zusammengestellt hatte. Anschließend brachte die Band „Cologne unplugged“ kölsches Liedgut zum Besten.

Während des gesamten Abends konnte sich der Geschichtsverein mit einem eigenen Stand präsentieren und seine Arbeit vorstellen. Viele Interessierte machten von dem Angebot Gebrauch, ließen sich informieren und erwarben die eine oder andere Publikation, die der Geschichtsverein in den letzten Jahren herausgebracht hat.

Es war eine gute Gelegenheit, der Bevölkerung die Arbeit des Geschichtsvereins näher zu bringen.

Für den Geschichtsverein
Helmut Krebs

Die Glocken der Pfarrkirche St. Cäcilia in Niederzier

Aufgrund einer am 15 März 1940 ausgesprochenen Beschlagnahme durch die damaligen nationalsozialistischen Machthaber mussten drei Glocken der Pfarrkirche St.Cäcilia in Niederzier für Rüstungszwecke abgeliefert werden:

  • die Marienglocke aus dem Jahre 1516
  • die in der Bevölkerung „große Schelle“ genannte St. Cäcilia-Glocke von 1789
  • und eine 1932 vom Bürgermeister i.R. Heinrich Hoegen und seinem Bruder Werner gestiftete Ersatzglocke für die aus dem Jahre 1447 stammende älteste Glocke, die St. Katharinenglocke, genannt „kleine Schelle“

Die „kleine Schelle“ hatte Ostern 1930 einen Sprung erhalten und war zum Läuten unbrauchbar geworden. Wegen ihres hohen historischen Wertes wurde sie verschont und hängt seit 1940 am Priestergrab auf dem alten Friedhof neben der Kirche.

Am Samstag, dem 23. Mai 1942 vor Pfingsten, ertönte das komplette Geläute letztmalig zusammen und mit dem Abbau wurde begonnen. Die größte der drei Glocken musste wegen ihrer Größe im Turm auseinandergebrannt werden.

Das „Totengeläut“ für ihre drei Schwestern läutete heute vor 80 Jahren am 6. Juni 1942 um 10 Uhr die letzte verbliebene Glocke, die Annaglocke. Sie stammt aus dem Jahre 1505 und ist die älteste der heute noch im Turm vorhandenen Glocken.

Darüber schrieb der damalige Pfarrer Müller im Pfarrbuch:

„Am Samstag vor Pfingsten läuteten unsere Glocken zum letzten Male. Mit dem Abbau wurde begonnen… … Das Herz blutet jedem fühlenden Menschen, der die Glocken, z.T. zerschlagen, durch die Straßen abfahren sah, die fast ein halbes Jahrtausend die Leute Sonntag für Sonntag zum heiligsten Dienst, den Menschen leisten können, zusammenrief“.

 1948 wurde auf einem Schrottplatz bei Hamburg die St. Cäcilia-Glocke unversehrt wieder aufgefunden. Sie kehrte nach Niederzier zurück und wurde vor der Wiedermontage in einem feierlichen Umzug durch die Gemeinde geleitet.

Für den Geschichtsverein
Stefan Grobusch

Tag der offenen Tür mit einer erfreulichen Resonanz

Der Geschichtsverein hatte am Sonntag, dem 24. April, zum Tag der offenen Tür eingeladen, um der interessierten Öffentlichkeit seine neuen Räumlichkeiten zu präsentieren. Seit Januar 2022 befindet sich das Domizil des Vereins im ehemaligen Gebäude der Volksbank in der Breitestraße 20 in Niederzier. Der Verein ist sehr froh über dieses großzügige Angebot der Gemeindeverwaltung, die die früheren Räume in der Rentei nun als Bürofläche in Anspruch nimmt. Neben einem hellen und ausreichend großen Veranstaltungsraum stehen ein Besprechungsraum sowie umfangreiche Lagerungsmöglichkeiten im Kellergeschoss zur Verfügung. Nachdem der Umzug abgeschlossen war und die zahlreichen Bestände ihren Platz gefunden hatten, hieß es nun, die Bevölkerung einzubinden und ihr die Arbeit und Aufgaben des Vereins näher zu bringen. Erfreulich viele Besucher haben das Angebot genutzt und ließen sich von den Vorstandsmitgliedern informieren. Diverse Ausstellungs- und Anschauungsobjekte zu lokalgeschichtlichen Themen fanden dabei reges Interesse. Wie schon bei anderen Gelegenheiten hatte sich Thomas Zingsheim bereit erklärt, die Veranstaltung als „Life act“ in Form eines preußischen Infanteristen des Ersten Weltkriegs zu bereichern.

Angesichts des erfreulich großen Zuspruchs konnte der Geschichtsverein am Ende des Tages ein sehr positives Fazit ziehen.

 

Nach wie vor ist der Verein daran interessiert, Dokumente und Bildmaterial zur Geschichte der Orte bzw. der ortsansässigen Familien in der Gemeinde Niederzier angeboten zu bekommen, um sie der Nachwelt zu erhalten. Jeden Montag ab 18 Uhr besteht Gelegenheit, in der Breitestraße 20 vorbei zu schauen.

Morgen ist heute Vergangenheit – Die Erinnerung daran und die entstandenen Werte müssen erhalten bleiben. Helfen Sie mit!

Für den Vorstand

Helmut Krebs

Wichtige Information zu aktuellen Lage

Das weltweit grassierende Coronavirus bestimmt nach wie vor alle Bereiche des öffentlichen und privaten Lebens. Leider sind die Inzidenzwerte nach einem zwischenzeitlichen Tief wieder im Steigen begriffen.

Zur Vermeidung von möglichen Risiken einer Infizierung hat der Vorstand des Geschichtsvereins in der Gemeinde Niederzier beschlossen, sämtliche Aktivitäten (Exkursionen, Vorträge etc.) im Jahr 2021 nicht weiter zu verfolgen. Auch die Mitgliederversammlung wird erst stattfinden, wenn ein Zusammentreffen der Mitglieder ohne Gefahr einer Ansteckung wieder möglich ist.

Wir wünschen allen Mitgliedern eine stabile Gesundheit. Sobald die Situation sich entscheidend ändert, werden wir informieren.

Dennoch ist der Verein in den letzten Monaten nicht tatenlos gewesen. Der Verein verfügt in seinen Räumen in der Rentei der Burg Niederzier über umfangreiche Dokumente und Sammlungen zur Geschichte von Niederzier und den zur Gemeinde gehörenden Orten. Die Nutzung dieser Bestände war bisher zu einem großen Teil dadurch erschwert, dass sie nur ansatzweise inhaltlich erschlossen und inventarisiert waren. Diesem Mangel konnte in der Zwischenzeit abgeholfen werden. Im Einzelnen handelt es sich um folgende Sammlungen, die auch gerne – nach Absprache – eingesehen und benutzt werden können:

  • Sammlung Ferdi Klösgen, Ellen, zur Geschichte von Ort und Kloster Ellen
  • Sammlungen des Pfarrers Heinrich Müller über die Geschichte der Orte Ellen und Huchem-Stammeln
  • Sammlung Josef Korsten, Niederzier, über diverse Aspekte der Niederzierer Geschichte
  • Seit vielen Jahren erschlossen sind die historischen Pfarrarchive Niederzier und Oberzier
  • Umfangreiche Sammlung des früheren Vorsitzenden des Geschichtsvereins, Peter Marx, über die Niederzierer Geschichte.
  • Sammlung über die Ereignisse in Niederzier und seinen Gemeindeorten in der lokalen Presse für die Jahre 2000 – 2019 einschließlich einer inhaltlichen Indizierung
  • Umfangreiche Sammlung von Totenzetteln


Die jeweiligen Findbücher finden Sie hier.

Darüber hinaus unterstützt eine kleine regionalgeschichtliche Bibliothek die historische Arbeit.

Der Verein ist nach wie vor daran interessiert, seine Sammlungen zu ergänzen. Wer also Dokumente, Fotos und Materialien mit einem örtlichen historischen Bezug besitzt, kann sich gerne an die Vorstandsmitglieder des Vereins wenden.

Für den Geschichtsverein
Helmut Krebs

Vortrag am 24.03.2020 um 19 Uhr in der Rentei über die Arbeit Arbeitsgemeinschaft Luftkriegsgeschichte Rhein/Mosel e.V.

Der Vortrag wird auf einen späteren Termin verschoben!!!

Wir berichteten bereits über das Schicksal des Kampfflugzeugs Junkers 87 und dessen Besatzung während des Zweiten Weltkriegs im Hambacher Forst. Dr. Steffen Dähn wandte sich an den Geschichtsverein und bat uns bei der Aufklärung des Verbleibs seines Verwandten, Oberfeldwebel Jürgen Campsen und dessen Begleiter, Bordfunker Oberleutnant Helmut Steffen, um unsere Mithilfe. Beide gelten seit dem 24.02.1945 als vermisst.

Der 1. stellvertretende Vorsitzende Andreas Kitz, der über ein umfangreiches militärhistorisches Netzwerk verfügt, nahm sich des Falles an. Sein Weg führte ihn direkt zu Frank Güth, 1. Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft Luftkriegsgeschichte Rhein / Mosel e.V.. Gemeinsam wird derzeit noch versucht Licht ins Dunkel zu bringen.

Diese Zusammenarbeit nahm Kitz zum Anlass, Frank Güth für einen Vortrag beim Geschichtsverein zu gewinnen. Hierbei wird er die Arbeit der Arbeitsgemeinschaft Luftkriegsgeschichte Rhein / Mosel e.V. vorstellen, recherchierte Absturzstellen in unserer Region aufzeigen und den Ablauf einer Grabung skizzieren. Den Schluss des Vortrages bildet die aufgearbeitete Geschichte eines geklärten Fliegerschicksals aus unserer Region. 

Der Geschichtsverein lädt alle Interessierte herzlich ein. Der Eintritt ist frei.

Für den Geschichtsverein 
Andreas Kitz

Vermisstenschicksal aus dem Zweiten Weltkrieg

Vor einigen Tagen erhielt der GidGN die Bitte um Mithilfe bei der Klärung eines Vermisstenschicksals aus dem Zweiten Weltkrieg. Wir gehen derzeit vielen Spuren nach und möchten auch die einzelnen Bürger aus dem Kreisgebiet, insbesondere die Älteren, in unsere Recherchen mit einbeziehen: 

Am 24. Februar 1945 gegen 23.25 Uhr wurde über dem Hambacher Forst eine Junkers 87 in niedriger Höhe von einem englischen Nachtjäger abgeschossen. Geflogen wurde die Maschine von Oberfeldwebel Jürgen Campsen (Bild). Bordfunker auf diesem Flug war Oberleutnant Helmut Steffen. Der letzte Funkspruch lautete: „Maschine brennt, wir steigen aus!“  Beide sind vom Feindflug in der Region Jülich nicht zurückgekehrt und gelten seither als vermisst.

Die Recherchen und Überlegungen gehen bisher dahin, dass die Besatzung aufgrund der niedrigen Höhe ihre Maschine nicht mehr verlassen konnte und beim Absturz ums Leben gekommen ist. Gegen Ende des Krieges waren viele Erkennungsmarken aus Aluminium. Da die Maschine beim Absturz brannte, könnten die Erkennungsmarken in den Flammen geschmolzen sein, so dass eine Identifizierung nach dem Krieg nicht mehr möglich war. Vielleicht sind beide Soldaten nach dem Krieg als „Unbekannt“ bestattet worden.

Daher unsere Fragen:

Hat jemand Informationen zu diesem Absturz (24.02.1945)?
Ist vielleicht jemand nach dem Krieg bei Streifzügen durch den Hambacher Forst auf Wrackteile gestoßen? Hat jemand Informationen über eine Bestattung zweier unbekannter Soldaten im Hambacher Forst? Wo sind diese beigesetzt worden?
Wir sind für jeden Hinweis dankbar!!!

Für den Geschichtsverein:
Andreas Kitz

Wir suchen!!!

Wir möchten von dieser Stelle einen Aufruf an alle Bewohner der Ortschaften der Gemeinde Niederzier starten.

 

Wir suchen für unsere Projekte noch aktive Mitstreiter.

 

Wer hat Lust sich mit den jeweiligen Dorfgeschichten auseinanderzusetzten? Das Alter spielt dabei keine Rolle. Wer möchte uns mit seinen Ideen weiterhelfen? Wer möchte frischen Wind in unsere Gemeinschaft bringen? Auch Zugezogene sind herzlich Willkommen!!! Unsere Ortschaften bieten so viel unerforschte Geschichte, dass für jeden die Möglichkeit besteht, sich auf seinem Interessengebiet einzubringen.

 

Sollten wir Ihr Interesse geweckt haben, kontaktieren Sie uns!!!

Hier finden Sie uns

Geschichtsverein in der Gemeinde Niederzier e.V.

Breitestraße 20

52382 Niederzier

Kontakt

Geschichtsverein in der Gemeinde Niederzier e.V.

Robert Engelmann (Schriftführer)

Grüner Weg 17

52382 Niederzier

 

Oder nutzen Sie unser

 

Kontaktformular

 

Wir sind um eine rasche

Antwort bemüht.

Die nächsten Termine

jeweils Montags ab 18 Uhr 

Um unsere Projekte voranzutreiben, treffen wir uns jeden Montag ab 18 Uhr in der Breitestrasse 20. Geschichtsinteressierte sind dort jederzeit herzlich Willkommen.

 

 

 

09.08.2022 - 19.00 Uhr

Vorstandssitzung

 

10.09.2022 - Die genaue Uhrzeit wird noch bekannt gegeben

Tag des offenen Denkmals


In Oberzier werden markante Gebäude und historisch interessante Denkmale bei einer Wanderung durch den Ort sachkundig erläutert. 

 

04.10.2022 - Die genaue Uhrzeit wird noch bekannt gegeben

Vortrag - Buchvorstellung
 

Autor Rudolf A. H. Wyrsch stellt seine 2020 erschienene Biografie über den in Niederzier geborenen Kölner Domkapitular Dr. Arnold Steffens (1851-1923) in den Räumen des Geschichtsverein, Breite Str. 20, vor. 

 

22.10.2022 - Die genaue Uhrzeit

wird noch bekannt gegeben

Exkursion

 

Besichtigung und sachkundige

Erläuterung der Deutschkommende in

Aldenhoven-Siersdorf. Anschließend

Besuch des Bergbaumuseums in

Aldenhoven. 

 

08.11.2022 - Die genaue Uhrzeit wird noch bekannt gegeben

Mitgliederversammlung in den Räumen des Geschichtsvereins, Breite Str. 20

 

 

15.11.2022 - 19.00 Uhr

Vortrag über die Arbeitsgemeinschaft Luftkriegsgeschichte Rhein/Mosell e.V.

 

 

Projekte

Totenzettelsammlung für die Gemeinde Niederzier

Der Geschichtsverein in der Gemeinde Niederzier sammelt seit ca. zwei Jahren Totenzettel aus dem Gemeindebereich. Zur Vervollständigung der Sammlung möchten wir Sie bitten, in Ihrem Besitz befindliche Totenzettel dem Geschichtsverein zur Verfügung zu stellen. Wenn Sie die Originale behalten möchten, können wir für unsere Zwecke Reproduktionen herstellen.

Nach der Inventarisierung sind die Totenzettel für jedermann zugänglich und stehen für Forschungszwecke zur Verfügung.

Sachbearbeiter sind:

Achim Körschgen
Tel: 02428/803012

Heinz Otto Euskirchen
Tel: 02428/9584757

Bitte setzen Sie sich mit ihnen unter den oben genannten Telefonnummern in Verbindung oder Sie geben die Totenzettel nach Absprache in der Rentei bei uns ab. 

Wir freuen uns über jede Ergänzung der Sammlung!